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Sonntag, 20. Februar 2011

Miglia Italia 2010


Miglia Italia 2010
1600 km, ca. 21800 Höhenmeter, 135 Stunden Maximalzeit, das sind die Eckdaten des längsten europäischen Brevets, der Miglia Italia. Eine Übersichtskarte gibt es hier.

Die Miglia Italia wird in Nerviano, in der Nähe von Mailand, beginnen und zuerst ostwärts durch die Poebene führen. Nach Überquerung der Apenninen geht es weiter Richtung Süden entlang des Tiber, vorbei an Trasimeno, Corbara, Bolsena. Auf den abgelegenen Strassen von Siena, Chianti und Lucca geht es schliesslich wieder nordwärts, bevor wir Cinque Terre am Liguerischen Meer erreichen werden. Danach geht es weiter Richtung Osten über die Hügel von Oltrepo und die Ebenen und Reisfelder der Lombardei, bevor hoffentlich alle wieder gesund in Nerviano eintreffen werden.

Samstag, 21. August 2010

Nerviano - Il conto per favore (Im Ziel der Miglia Italia 2010)

Zum Glueck hatte ich mich entschlossen noch eine lange Nacht einzulegen und nur kurz zu schlafen, so dass ich den kuehleren Morgen ausnutzen konnte und nur 3 h in bruetender Hitze fahren musste. Um kurz vor 12 Uhr war ich dann im Ziel und konnte mein Miglia Italia Diplom und die Miglia Italia Finishermedaille entgegennehmen. Was bleibt? Eine tolle Erfahrung, die fuer immr bleibt. Die Erkenntnis, dass die Beine immer treten, egal wie steil die Berge sind oder wie lange die Etappen sind, man muss nur schauen, dass genug Energie zugefuehrt wird. Ausserdem scheint bei mir ab dem dritten Tag ein Trainingseffekt einzusetzen, der das Fahren leichter macht, so geschehen auch bei der diesjährigen Miglia Italia. Die skurilste Situation war sicher, als ich 30 km vor Pomonte so muede war, dass ich draussen fuer 30 min schlafen musste. Ich hatte mich also in den Sitz eines Traktors, der auf einem Feld stand, gesetzt und den Wecker auf 30 min gestellt. Dummerwise hatte ich das Klingeln dann ueberhoert und bin erst aufgewacht (nach 40 min) als ich gerade dabei war aus dem Traktor zu fallen. Es dauerte ca 30 sek, bis ich realiserte, wo und was ich machte. Zum Glueck hatte ich mein Gps dabei, so dass ich nicht in die falsche Richtung weiterfuhr. Aussergewoehnlich war auch die Fahrt ueber die l'eroica, auch wenn sehr schmerzhaft und gefaehrlich.

Castellani

C. Erreicht. Der heutige Tag war sicher bisher der schoenste was die Landschaft angeht. Ausserdem bin ich heute sehr gut voran gekommen, so dass ich morgen nur noch ins Ziel fahren muss.

Freitag, 20. August 2010

Aula

Anfangs habe ich durch die schlechte Wegbeschreibung einige zeit verloren. Zum Glueck ist es heute bedeckt, so dass es nicht so heiss ist. Am Passuebergang hat uns sogar einRegenschauer abkuehlung bereitet. Die Abfahrt war dann wegen der schlechten Strasse anstrengend. Jeder Schlag auf die Haende tut jetzt weh, die Beine noch uebrhaupt nicht und das ist das wichtigste.

Montecatini

Nach 54 langweiligen Km in M. angekommen. Nach 4 stunden Schlaf geht es weiter (120 km und 1790 hm)

Donnerstag, 19. August 2010

Montaione

Montaoine erreicht, fahre gleich weiter, da es hier keine Schlafmoeglichkeit gibt.

Castelnouvo

Als ob wir nicht schon genug leisten? Jedenfalls hat sich der Organisator einfalle lassen einen Teil der legaenderen L'eroica fahren zu lassen. Zwar nur 11 km aber die haben es in sich. Die strasse nennt sich naemlich 'weisse Strasse' da sie keine Belag hat und nur aus Schotter und Loechern besteht. Auf diesem Abschnitt konnte ich nur mit 10 km/. Fahren. Die Schlaege auf die Haende waren brutal, danach kam mir der normale rauhe Strassenbelag fast ideal vor. Uebrigens habe ich jetzt offiziell die 1000 km Marke erreicht. Ausserdem geht es bereits seit einiger Zeit wieder nordwaerts.

Montalcio

Naechstes Etappenziel erreicht. Die Hitze ist wirklich fast unertraeglich, es brennt mir fast das Trikot weg. Zum Glueck gibt es hier ueberall Wasserbrunnen, ao dass ich mir Abkuehlung verschaffen kann. Bis auf die Hitze geht es mir super, ausgeruht oder im Urlaub wuerde ich genauso leiden, geht uns alle so.

Pomonte

Halbzeit. Nach 860 km ist der erste psychologisch wichtige Punkt erreicht. In Erinnerung bleibt von der letzten Etappe eine 2 km lange Rampe mit 18%. Jetzt nach 3.5 Stunden Schlaf geht es weiter.

Mittwoch, 18. August 2010

Bolsena

Zuerst auf einer stark befahrenen Strasse entlang des Tiber, dann Aufstieg auf ein Hochplateau. Die langsam untergehende Sonne taucht die Szenerie in immer wieder wechselnde Farben. zu guter Letzt lange Abfahrt nach Bolsena, dabei konnte ich den Sonnenuntergang ueber dem See beobachten. Auch wenn der Tag hart war, bin ich noch guter Dinge. Schmerzen halten sich in Grenzen, nichts dabei, was zu einem Problem werden koennte.

Todi

Bei bruetender Hitze in die Huegel der Toskan eingetaucht. Was fuer den Italienurlauber pitoresk aussehen mag und den Flair der Toskana ausmacht, kann bei diesen Temperaturen zur Qual werden - Huegel rauf, huegel runter und dann nochmal von vorn. Zum Glueck ist jetzt Abend und die Sonne steht tiefer.

Passignano

Auf diesem Teilstueck haben wir zuerst die apeninne verlassen bevor es in die Toskana ging. Hier war es gleich merklich waermer, was vor allem die Anstiege anstrengender machte. Nach dem letzte Aufstieg hatte ich einen schoenen Ausblick auf den Trasimegoer See.Mir geht es momentan gut und ich bin guter Dinge fuer die naechsten Abscnitte

Chiusu alla verna

Ich habe mich doch entschieden noch weitrzufahren. Die Schlafmoeglichkeiten in Dicomano waren einfach zu schlecht. Belohnt wurde ich durch eine sternenkare Nacht, ausserdem musste ich die Anstiege nicht sehen. Nach 44 Stunden ohne Schlaf habe ich dann fuer 3 Stunden bestens im Feldbett geschlafen.

Dienstag, 17. August 2010

Dicomano

Die Etappe hat sich ewig hingezogen, vor allem weil ich mich verfahren hatte. In den Bergen bedeutet das extra Hoehenmeter. So sind 10 km und 600 Hoehenmeter dazu gekommen. Ausserdem hat sich die Auffahrt auf 1000 m mit 40 km in die Laenge gezogen. Dafuer war dann die Abfahrt umso besser. Im Moment ueberlege ich gerade, ob ich hier schlafen soll oder noch die 76 km zur naecsten Kontrolle fahre. Mal schauen, aber im Moment stehen die Zeichen auf Schlafen.

Antipasti (Nerviano-Faenza)

Haette auch als Hauptgang durchgehen koennen. ZU beginn die Strassen um Milano, die glatt al s Outdoor Strassenstrich durchgehen. An brennenden Mueltonne standen die leichten Maedchen uns Spalier. Der Organisator wollte uns ja die unterschiedlichen Teile Italiens praesentieren...
Danach die Fahrt durch die Nacht, auf strassen ohne Verkehr dafuer umso mehr Schlagloechern. Am Tag dann die topfebene Poebene, monoton und bereits sehr heiss. Zum Glueck gehts jetzt in die Berge, dann wird es endlich abwechslungsreicher und landschaftlich reizvoller.

MASSA FINALESE

Nach einer schnell en ersten Nacht bin ich in Massa angekommen. Bis jetzt habe wir keine Hoehenmeter geschafft, die kommen aber bald noch dicke.

Montag, 16. August 2010

Vor dem Start der Miglia Italia 2010

Vor jedem Start steht die Registrierung. Diese dauert jedes Mal mehr oder weniger lang. Heute, bei der regisrierung zur Miglia Italia 2010 waren es zum Glueck nur 90 min. Im dabei abgegebenen Miglia Italia Regelbuch stand dann aber leider, dass Triathlonaufsaetze nicht erlaubt sind. Auf meine Nachfrage sagte der Organisator:''im Prinzip sind sie verboten, aber Du kannst sie trotzdem verwenden.'' Problemloesung auf italienisch halt.